Unsere Website ist nicht für deine Browserversion optimiert.
Die Mitte - Stadt Zürich Communiqués Fraktionserklärung zur BZO-Revision
18. März 2026 – Dem Stadtrat fehlt eine Vision für Zürichs bauliche Zukunft
Der Entwurf des Stadtrates für die Revision der Bau- und Zonenordnung (BZO) zeigt keine Lösungen für die wohnpolitischen Probleme Zürichs. Die Mitte/EVP Fraktion will eine BZO, die genügend neuen Wohnraum schafft, aber die Qualität der gewachsenen Quartiere bewahrt.
Lange war die BZO-Revision vom Stadtrat angekündigt, die geschürten Erwartungen vermag der Entwurf nun kaum zu erfüllen. Die Mitte/EVP-Fraktion begrüsst, dass die Verdichtung sozialverträglich gestaltet oder wie es der Stadtrat sagt, «das Wachstum mit Qualität» gestaltet werden soll. Neben dem starken Bevölkerungswachstum ist jedoch insbesondere die ungenügende Bautätigkeit für die derzeitige angespannte Lage verantwortlich. Es gibt zu viele Vorschriften und langwierige Verfahren. Die Mitte/EVP-Fraktion steht hinter dem vom Volk beschlossenen Ziel, dass bis 2050 ein Drittel aller Mietwohnungen gemeinnützig sein sollen und steht für bezahlbaren Wohnraum ein. Ebenso begrüssen wir Massnahmen zur Hitzeminderung. Mit der Vorgabe, dass bei Aufzonungen 75 Prozent des zusätzlichen Volumens als preisgünstiger Wohnraum eingefordert wird und der Einführung einer Grünflächenziffer, einer Pflicht für Baumpflanzungen sowie Massnahmen zum ökologischen Ausgleich wird das Bauen in Zürich jedoch noch komplizierter und aufwendiger. Hier wird die Mitte/EVP-Fraktion genau prüfen, welche Massnahmen sinnvoll erscheinen und auf welche zugunsten einer erhöhten Bautätigkeit verzichtet werden kann.
Wie bei der letzten BZO-Revision ist auch bei dieser keine Vision zu erkennen, wohin sich Zürich entwickeln soll. Sie steht vielmehr unter dem Zeichen von Bewahren statt Gestalten. So gibt es vier bewahrende Massnahmen und gerade mal eine entwicklungsorientierte Massnahme. Es gibt zahlreiche neue Kernzonen und Quartiererhaltungszonen, welche das Bauen zusätzlich erschweren. Zusätzliche Kapazitäten werden gerade mal 10-15 % geschaffen.
Die Mitte und die EVP werden die BZO nun genau studieren und sich bereits im Rahmen der Auflage einbringen. Spätestens im politischen Prozess werden wir uns dann für mehr Spielraum und weniger Verhinderung beim Bauen einsetzen, damit ein Wachstum mit Qualität überhaupt ermöglicht wird.